Was macht der Mönch im Teich?

Eine Gruppe von Menschen, die einen Fisch in einem Aquarium betrachtenDas fachmännische Zerlegen eines Karpfens war für manche ein wenig gruselig, aber trotzdem äußerst spannend und interessant. © Elisabeth Moll

Eine große Gruppe interessierter Kinder beschäftigte sich im Zuge des Zwettler Ferienspiels am Edelhofer Seeteich unter anderem mit dieser sonderbar anmutenden Frage.

Nach einer kurzen Einführung durch die Teichrangerinnen Irene Lüdemann und Patricia Ernstbrunner in unterschiedliche Lebensräume und deren „typischen“ tierischen Bewohnern konnten die Kinder aktiv forschen. Mit Käscher und Becherlupe ausgestattet spazierten sie zum Seeteich und machten sich auf die Suche nach kleinen und kleinsten Lebewesen. 

Die Ausbeute war trotz der schwer zu durchblickenden Wasserpflanzen groß. Im Teichplankton fanden sich neben Wasserflöhen auch wendige Rückenschwimmer. Über die Wasseroberfläche zischten Wasserspinnen, die sich nur mit viel Geschick fangen ließen. Da waren die etwa 2cm langen Wasserskorpione leichter zu erwischen. Die Teichrangerin Irene Lüdemann wusste zu allen entdeckten Lebewesen einiges Interessantes zu erzählen. 

Zur Auflockerung bot Patricia Ernstbrunner den Kindern verschiedene Spiele zum Teich an und ließ sie bei einer Bastelstation kreativ werden. Anschließend durften die Kinder geräucherten Karpfen und Forelle verkosten. Manche kostete es Überwindung, die ungewohnte Speise zu probieren, aber fast alle waren „mutig“.

Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss dieses Ferienspiels war in der Edelhofer Welszucht. Gerald Lindner hatte dort einen Karpfen vorbereitet und zeigte, wie man diesen richtig schuppt, zerlegt und küchenfertig filetiert. Bei der Gelegenheit entdeckten die Kinder Schwimmblase, Herz und andere Innereien. Ein kleiner Gruselfaktor war dabei, aber letztendlich überwogen Interesse und Neugier.

Aber was hat nun der Mönch im Teich zu tun? Einerseits gäbe es die Waldviertler Teiche nicht ohne die Mönche von Stift Zwettl, die sie künstlich anlegten und zur Fischzucht nutzten. Anderseits wird jenes kleine Bauwerk im Wasser als Mönch bezeichnet, mit dem der Teichwirt den Wasserstand reguliert.

Diese Aktion wurde in Kooperation zwischen CISTERSCAPES, den Teichwirten und Teichrangern umgesetzt und durch das Interreg Programm Österreich-Tschechien gefördert.

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