05.12.2025 NEU im Shop: Zwettl-Christbaumkugel
Rechtzeitig zu Beginn der Adventzeit bietet die Stadtgemeinde Zwettl ein neues weihnachtliches Souvenir an: die ZWETTL-Christbaumkugel. Die Christbaumkugel ist in edlem Weinrot und Gold erhältlich und zeigt liebevoll gestaltet das Alte Rathaus sowie den Hundertwasserbrunnen, mit dem ZWETTL-Schriftzug – ein einzigartiges Stück. Die Kugel eignet sich perfekt als weihnachtliches Geschenk oder als besondere Christbaum-Deko für alle, die Zwettl lieben oder ein Stück Heimat verschenken möchten. Der Preis pro Kugel beträgt € 6,90. Alle Kugeln, sowie folgende Produkte sind im Shop in der Zwettl-Info im Alten Rathaus erhältlich:
Souvenirs
· Wander- und Radkarten
· Mohnfeld Seife - Waldland
· Zwettl Puzzle
· Zwettler Wohlfühlkissen, diverse Motive
· Zwettler Wohlfühldecke
· Magnete, diverse Motive
· Zwettl Advent-Häferl
· Ansichtskarten
· Regenschirm
· Papiertragetaschen
· Kugelschreiber
· Multifunktionstuch
· Geschenkband
· Pfannenwender
· Grußkarte
Diverse Bierdeckel
· Kunst am Bierdeckel, Edition 2023
· Bierdeckel Großgemeinde Zwettl
· Bierdeckel – Zwettler Sehenswürdigkeiten
· Bierdeckel – 50 Jahre Großgemeinde Zwettl
Bücher
· Zwettler Stadtgeschichte (Band 1 und 2)
· Bildband Zwettl
· Naturdenkmäler im Bezirk Zwettl
· Kochbücher
· Zeitzeichen
Lebensmittel
· Bio Früchte – Kräutertee -SONNENTOR
· Dinkel Erdäpfelnudeln - Waldland
· Waldviertler Rapsöl – Naturgut Kröpfl
Honig
· Waldviertler Blütenhonig
· Waldviertler Cremehonig
· Waldviertler Honig mit Mohn
Infos unter 02822/503-128, -129 und -139.
Wir wünschen eine gesegnete Weihnachtszeit!
Skijöring 1953, Start
Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg und in den 1950er-Jahren veranstaltete der Sportklub Zwettl immer wieder Skijörings (Norwegisch Kjøring = Fahrsport). Bei dieser Wintersportart lässt sich ein Schifahrer an einem Seil von einem Pferd, von Schlittenhunden oder einem Motorfahrzeug ziehen.
Das erste bisher bekannte derartige Rennen in Zwettl fand am Sonntag, den 9. Februar 1947 statt. Es war das ein Motorrad-Skijöring, der Rundkurs führte durch die Stadt, Start und Ziel war vor dem Gasthaus des Markus Wagner, Landstraße 37 (Miedler), wo auch die Rennleitung amtierte. Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft und die sowjetische Kommandantur unterstützten das Sportereignis, das zahlreiche Zuschauer angelockt hatte. Bis zur dritten Runde lagen Fritz Hampl auf einer NSU 500 mit dem Schifahrer Neumüller in Führung, 100 Meter vor dem Ziel kamen sie jedoch zum Sturz. Trotzdem erhielten sie den Ehrenpreis der sowjetischen Stadtkommandantur. Gesamtsieger wurden Danzinger/Brenner aus Ottenschlag auf einer Victoria 350cm3.
Am 21. Fenruar 1948 fand abermals ein Motorrad-Skijöring in Zwettl statt. Beim Training am 24. Jänner kollidierten bei der Wichtlbrücke die Motorräder von Ludwig Bugl und Otto Steininger, die Maschinen wurden erheblich beschädigt, die Fahrer blieben jedoch unverletzt. Sieger in der 500 cm3 Klasse wurde Fritz Hampl, in der 350 cm3 Klasse Otto Steininger. Die Namen der Schifahrer sind leider nicht überliefert.
In den 1950er-Jahren verlegte man die Rennen dann aus dem Stadtzentrum an die Peripherie. Meist fanden sie auf der Allentsteiger Straße statt, zwischen Oberhof und Stift Zwettl, die Schlüsselstelle auf diesem Parcours war der Teufelsberg. Aber auch die Ottenschlager Straße in Richtung Böhmhöf mit dem Weißen Berg diente mitunter als Rennstrecke. Lokalmatadore waren wieder Fritz Hampl, Otto Steininger und Rudolf Berndl aus Friedersbach mit seinem Schifahrer Wickerl Hasenberger. Eine Klasse für sich war in diesen auch überregional stark frequentierten Rennen der Zwettler Steuerberater Otto Feistl mit seinem Denzel-Sportwagen.
Von diesen Rennen sind bereits zahlreiche Fotos erhalten, sie stammen von dem renommierten Wiener Motorsportfotografen Artur Fenzlau (1909-1984), die Verwertungsrecht an diesen Bildern liegen beim Technischen Museum in Wien.
Für die Möglichkeit, diese interessanten Zeitdokumente hier zeigen dürfen, danken wir dem Technischen Museum sehr herzlich.
Das Postgebäude
An der Stelle, wo sich heute mitten in der Stadt der viergeschoßige Klotz des Postgebäudes erhebt, stand einst, spätestens seit dem 16. Jahrhundert, das einstöckige städtische Brau- und Schankhaus. Unmittelbar daneben befand sich der städtische Körnerkasten.
Als nach der Einführung der Schulpflicht unter Maria Theresia das alte Schulgebäude, das sich zwischen Pfarrhof und Kirche befand, viel zu klein wurde, verlegte man 1777 die Schule in das ehemalige Brau- und Schankhaus. Im 19. Jahrhundert war das Haus den Ansprüchen, die nun an ein Schulgebäude gestellt wurden, nicht mehr gewachsen, und die Gemeinde Zwettl errichtete 1872 in der heutigen Schulgasse die Volks- und Bürgerschule.
1899 ließ die Gemeinde dann das ehemalige Brau- und Schankhaus abtragen. Hier sollte ein neues Amtsgebäude entstehen. Beim Abbruch des Hauses entdeckte man Sgraffiti und die Jahreszahl 1571. Trotzdem ließ man das Haus restlos beseitigen. Die Pläne für das neue Amtshaus stammten von dem renommierten Wiener Architektenteam Moritz und Carl Hinträger. Sie gaben dem Haus eine späthistoristische, der Renaissance verpflichtete Fassade.
1964 erwarb die Österreichische Postdirektion von der Gemeinde das gesamte Gebäude, ließ es 1970 abtragen und den heute noch bestehende Bau errichten, um in ihm ein, gemäß den damaligen technischen Möglichkeiten, für die Telefonversorgung der Region notwendiges Netzgruppenwählamt unterzubringen. Das kahle, schmucklose Gebäude, das wie ein Fremdkörper im Stadtzentrum steht, erregte den Unmut der Bevölkerung. So ließ die Postdirektion 1979 die Fassade neu gestalten, um sie dem Stadtbild ein wenig anzupassen.