Die lieben Nachbarn

Spaziergang zu Originalschauplätzen in der Zwettler KlosterlandschaftEine Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude für ein Foto posierenZahlreiche Interessierte nahmen trotz regnerischen Wetters beim Stadtspaziergang „Die lieben Nachbarn“ teil.

Am 21. Juli 2025 trotzte eine beachtliche Schar dem feuchten Wetter und machte sich auf den Weg zu Originalschauplätzen in der „städtischen“ Klosterlandschaft Zwettls. Im Zuge des Museumsmontags spazierte Stadtarchivarin Elisabeth Moll mit Interessierten durch Zwettl und berichtete von den nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen den städtischen Bürgern und den zisterziensischen Mönchen.

Durch die enge Nachbarschaft von Stadt und Stift Zwettl kam es in der Geschichte zu zahlreichen Kontakten zwischen den beiden Herrschaften. Diese waren durchaus nützlich und verhinderten beispielsweise eine längere Belagerung der Stadt im Jahr 1325. Manchmal kam es vor, dass sich die Zwettler Bürger den Wünschen des Abtes einfach widersetzten und zwei Mal Weihnachten feierten – so geschehen im Jahr 1583. Und hin und wieder zogen Stadt und Stift sogar an einem Strang und setzten sich gemeinsam für eine Sache ein. So schafften sie es, dass sie nach langen und schwierigen Verhandlungen mit dem hochlöblichen Landesausschuss 1874 ein Gymnasium in Zwettl eröffnen konnten.

In der jüngsten Vergangenheit näherten sich Stadt und Stift erneut einander an und vertieften die nachbarschaftliche Freundschaft. Schließlich beteiligen sie sich seit 2018 als gleichberechtigte Partner im internationalen Projekt „Cisterscapes connecting Europe“. Einen großen Erfolg konnten sie bereits gemeinsam verzeichnen: Die Zisterziensischen Klosterlandschaften wurden 2024 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Aus dieser guten Kooperation entstand ein hochdotiertes Interreg-Projekt mit dem Titel „Cisterscapes VB-Zw-Zns“, im Zuge dessen der Rundgang „Die lieben Nachbarn“ entwickelt wurde. So konnte dieser Museumsmontag in Kooperation zwischen CISTERSCAPES, dem Zwettler Museumsverein und dem Stadtarchiv Zwettl umgesetzt und durch das Interreg Programm Österreich-Tschechien gefördert werden.

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